
Ruhetag - Die Bank an der Loire.
Boa, ist das geil. Ausschlafen und dann in aller Ruhe in den Tag starten. Heute keine Kilometer fressen. Ruhetag!
Das Frühstück hier im La Capitainerie ist allerdings schon extrem französisch. Es gibt unten in der Bar eine große Tasse Kaffee. Ein Stück Baguette legt man sich einfach auf eine Papierserviette. Als besonderen Luxus kann man sich etwas Marmelade auf das Brot streichen. Fertig. Für nur 7 Euro doch echt geschenkt.
Wir machen einen ausgiebigen Spaziergang durch den Ort. Das Schloss verfügt über einen schönen Garten. Unterhalb sind Teiche und Spazierwege angelegt auf denen man an das Ufer der Loire gelangt. Die Loire hat hier wie eigentlich überall ein naturbelassenes freies Flussbett. Das ist für einen Fluss dieser Größe in Europa wohl einmalig.
Am Ufer der Loire finden wir eine Bank auf der man herrlich in der Sonne abhängen kann. Zum Mittag kaufen wir uns in einer Boulangerie ein belegtes Baguette (darf man in Frankreich Sandwich sagen?) welches wir auf unserer Loire-Bank verzehren. Und hier an dieser Bank mache ich auch die längst überfällige Kettenpflege.
Der Tag vergeht wie so ein Ruhetag vergehen soll. Vor dem Abendessen, welches wir wieder im Hotel nehmen, erlaubt uns der Hotelier seinen privaten PC an der Reception zu benutzen. So haben wir nach langer Zeit endlich die Möglichkeit unser Online-Tagebuch im Internet zu aktualisieren.
Beim Essen lernen wir einen sehr interessanten Herrn kennen. Ein wohlbeleibter Mann, 68 Jahre, auf Fahrradtour die Loire entlang und dann nördlich in die Bretagne. Im Laufe des Gesprächs erfahren wir, dass er gebürtiger Kölner ist und seit einigen Jahren in Salzburg lebt. Seine Frau ist Sängerin und hat eine Professur in Salzburg. So muss er leider alleine touren. Vor zwei Jahren (2005) hat er den Jakobsweg von Salzburg über Frankreich bis nach Santiago de Compostela gemacht. Er gibt uns gute Tipps für den spanischen Teil unserer Reise. Nach dem Essen lade ich ihn noch auf einen Armagnac ein, den er so gerne wie ich trinkt. Nach einer Stunde interessanter Unterhaltung wünscht er uns einen Buen Camino und dann ist es auch für uns Zeit zum Schlafen.
Die Reise-Krise vom 8. Mai ist überstanden und verarbeitet. Die nächsten sieben Tage sollen uns immer die Loire entlang bis zum Atlantik bringen. Wir freuen uns darauf.
Abschnitt 2. Die Mosel. Von Koblenz bis Metz.
Abschnitt 3. Über Land. Von Metz zur Loire.
Abschnitt 4. Die Loire. Von Cosne bis Nantes.
Abschnitt 5. Der Atlantik. Von Nantes bis Biarritz.
Abschnitt 6. Biarritz - St. Jean Pied die Port
Abschnitt 7. Der Camino Frances. Von St. Jean Pied de Port bis Santiago de Compostela.
| Startort - Zielort | Ruhetag in Chateauneuf sur Loire |
| Unterkunft am Zielort | Hotel La Capitainerie |
| Bemerkung zur Unterkunft | Einfach, aber OK. |
| Tagesleistung in KM | 0 |
| Gesamt - KM bis hier | 1127 |
| Wetter | Erst heiter, später wolkig. |
| Besonderheiten | Wir treffen einen Salzburger aus Köln und bekommen gute Tips für unsere Reise. |
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