
Ruhetag in Pamplona. Umschulen auf Spanisch.
Müssen eigentlich alle Beschreibungen, die wir vor unserer Reise gelesen haben zutreffen? Navarra ist nass und kalt. Trotzdem machen wir uns nach einem überraschend guten Frühstück auf den Weg. Nach drei Wochen Frankreich müssen wir uns an Spanien gewöhnen.
Bevor wir jedoch zur Stadtbesichtigung losziehen, hilft uns die freundliche Dame an der Hotelrezeption noch, in unseren folgenden beiden Zielorten Estella und Belorado, Zimmer zu reservieren. Unsere eigenen Versuche waren an der Sprachbarriere gescheitert. Wir sprechen kein Spanisch und die sprechen kein Englisch. Da zur Zeit täglich etwa 300 neue Pilger in Saint Jean Pied de Port aufbrechen sind viele Hotels bereits ausgebucht und es ist dringend erforderlich, zumindest in den kleineren Orten vorzureservieren.
Dann aber geht es los. Das Leben hier in Spanien ist anders. An jeder Ecke gibt es Bars, die gut besucht sind. Hier trinken die Leute ihren Vormittagskaffee, essen Bocadillos, telefonieren, lesen Zeitung...
Die Altstadt von Pamplona ist geprägt von zahllosen sehr engen Gassen die mit beachtlich hohen Gebäuden mit sechs und mehr Etagen dicht bebaut sind. Nur wenig Licht fällt ein und es herrscht eine etwas düstere Atmosphäre. In den Erdgeschossbereichen drängen sich kleine Geschäfte aneinander. Auch sehen wir viele Tabakläden mit einem reichlichen Sortiment. Spanien scheint Europas Raucherparadies zu sein. In allen Bars wird gequalmt was das Zeug hält und die Kippen fliegen einfach auf den Boden.
Wir erreichen die Catedrale, die wir ausgiebig besichtigen. Hier bekommen wir auch die Stempel für unsere Pilgerausweise. Bei der weiteren Stadtbesichtigung gehen immer wieder kalte Regenschauer nieder. Schließlich haben wir keine Lust mehr und machen es wie die Spanier. Wir ziehen uns in eine Bar zurück, essen Bocadillos und trinken ein Gläschen Tinto (Rotwein). Und dann ist es sowieso Zeit für den Ruhetags-Nachmittagsschlaf.
Vor dem Abendessen, dass es hier in Spanien in der Tat nicht vor frühestens 20.30 Uhr gibt, haben wir dann noch etwas Zeit. Um Zeit totzuschlagen drehen wir noch mal eine Runde durch die Altstadt. Aber es ist mit 10 °C wirklich einfach zu kalt. So sind wir froh, als es endlich Abendessenszeit ist und wir im Restaurant unseres Hotels Platz nehmen können.
Abschnitt 2. Die Mosel. Von Koblenz bis Metz.
Abschnitt 3. Über Land. Von Metz zur Loire.
Abschnitt 4. Die Loire. Von Cosne bis Nantes.
Abschnitt 5. Der Atlantik. Von Nantes bis Biarritz.
Abschnitt 6. Biarritz - St. Jean Pied die Port
Abschnitt 7. Der Camino Frances. Von St. Jean Pied de Port bis Santiago de Compostela.
| Startort - Zielort | Ruhetag in Pamplona |
| Unterkunft am Zielort | Hotel Maisonnare |
| Bemerkung zur Unterkunft | Zentral gelegen. Einfache Zimmer. Viele Gruppen. Sehr schöne Bar im Erdgeschoss. |
| Tagesleistung in KM | 0 |
| Gesamt - KM bis hier | 2314 |
| Wetter | Kaltes Schauerwetter. Nur 10 °C |
| Erkenntnis des Tages | Spanien ist nicht Frankreich. |
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