
Ruhetag. Schade um die Dorade!
Wie an unseren Ruhetagen inzwischen üblich, schlafen wir etwas länger. Dann tragen wir die Räder aus der vierten Etage auf die Straße und wir fahren erst mal ein Stück zu einem Café. Wir sitzen in der wärmenden Sonne und frühstücken höchst gemütlich. Café con Leche, Croissants, mehr Kaffee...
Nach dem Frühstück radeln wir zum nahen Fluss und errichten dort erst mal eine Fahrradwerkstatt. Fahrradpflege ist mehr als überfällig. Die Schäden an meinem Fahrrad kann ich zwar nicht beheben, hoffe aber durch einige Einstellungen und Entfernung der Teerschicht auf den Zahnrädern, Ritzeln und der Kette irgendwie über die Runden zu kommen. Ob es gewirkt hat wird sich morgen unter Last zeigen müssen.
Das Stadtfest in Burgos läuft derweil weiter. Wir setzen uns an ein Café und beobachten die flanierenden Einwohner von Burgos, die in der Regel im Sonntagsanzug herausgepuzt sind. Dann ist es Zeit sich um das Abendessen zu kümmern. Nach einigen Runden durch die noch immer von Menschen brodelnde Innenstadt von Burgos finden wir ein Restaurant, wo uns die Speisekarte gefällt. Wir bestellen gemischte Vorspeisen aus der Region und als Hauptgericht Dorade. Dazu einen leckeren Rioja.
Die Vorspeisen, eine Art Wurst- und Schinkenteller a la SiMi sind lecker. Auch der Wein ist wirklich gut. Aber das Hauptgericht... Der arme Fisch wurde in Öl ertränkt und wirklich schlecht zubereitet. Aufgerissen liegt die Dorade auf dem Teller und streckt uns ihre Gräten entgegen. Für so was käme der Koch in Frankreich vor's Kriegsgericht und in Italien würde er ohne Verhandlung standrechtlich erschossen. Wir beschließen, zukünftig nur noch an Pilgeressen teilzunehemen oder uns in Bocca-Bars satt zu machen. Zum Abschluss unseres Burgos Ruhetages gehen wir noch mal in die sehr schöne Bar Espana und nehmen einen Absacker. Und dann ist es auch mal wieder gut.
Insgesamt war Burgos schön. Für viele Pilger ist es die schönste Stadt Ihrer Reise, was für uns Anlass war hier einen Ruhetag einzuplanen. Nachträglich betrachtet haben uns die kleineren Orte an der Strecke aber oft besser gefallen als die Städte. Vielleicht eine Frage der Mentalität.
Abschnitt 2. Die Mosel. Von Koblenz bis Metz.
Abschnitt 3. Über Land. Von Metz zur Loire.
Abschnitt 4. Die Loire. Von Cosne bis Nantes.
Abschnitt 5. Der Atlantik. Von Nantes bis Biarritz.
Abschnitt 6. Biarritz - St. Jean Pied die Port
Abschnitt 7. Der Camino Frances. Von St. Jean Pied de Port bis Santiago de Compostela.
| Startort - Zielort | Ruhetag in Burgos |
| Unterkunft am Zielort | Hotel Puebla |
| Bemerkung zur Unterkunft | Nettes, zentral gelegenes Hotel. Keine Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder. |
| Tagesleistung in KM | 0 |
| Gesamt - KM bis hier | 2553 |
| Wetter | Sonnig, warm aber nicht heiß. |
| Besonderheiten | Wir erleben das Stadtfest in Burgos. |
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