Jakobsweg 2009 - Auf dem Camino Frances nach Santiago de Compostela
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17. Etappe. Calzadilla de la Cueza - Sahagun

Nach dem recht spärlichen Frühstück machen wir uns auf und gehen insgesamt eine unspektakuläre Etappe. Der Camino verläuft meist auf Schotter etwas abseits der Straße. Ein wenig nervend sind die organisierten spanischen Pilgergruppen. Es ist Sonntag und da reisen ganze Gruppen von Spaniern an, die den Jakobsweg mit Busbegleitung in Tages oder Wochenendetappen gehen. Ausgeruht und lediglich mit leichtem Tagesgepäck auf dem Rücken sind die Peregrinos zügig unterwegs. Nach vorne kommt man nicht weg, also lässt man sich überholen. Bei einer in die Länge gezogenen Busladung Mensch dauert das aber auch so seine Zeit. Wenn die sich wenigstens nicht über 300 Meter unterhalten würden.

Kurz vor Terradillos gönnen wir uns an einer Bar ein zweites Frühstück bestehend aus Kaffee und Bananen. Mittagspause machen wir dann in San Nicolas del Real Camino in der Sonne. Das Landschaftsbild hat sich verändert. Inzwischen dominieren Brauntöne von reifem Getreide und bereits gepflügten Feldern.

Die letzten zwei Kilometer vor Sahagun sind mal wieder typisch für den Einlauf in größere Orte. Etwas Gewerbe und nicht besonders schön. Aber schon bald sind wir im Zentrum der Stadt und hier herrscht fröhliches Treiben. Die Menschen sitzen draußen an den Bars und Kaffees und genießen ihren Sonntag. Auch hier gibt es noch Störche die auf ihren Nestern sitzen und vor sich hin klappern. Wir freuen uns. Unser Hotel finden wir leicht, checken ein und lassen langsam angehen. Halbzeit. Bergfest. Morgen ist Ruhetag.

Am späteren Nachmittag machen wir einen Gang durch die Gemeinde und holen uns dabei einen hochkatholischen Pilgerstempel, der uns von einer freundlichen Ordensfrau in die Pilgerausweise gedrückt wird. Gegen 19.30 Uhr begeben wir uns zum Pilgeressen ganz in der Nähe unseres Hostals. Es gibt Paella, Hühnerbrust mit Pommes, Pudding. Dazu trinken wir eine Flasche Marquis de Murriatta Reserva 2004. Ein wirklich lecker Wein zu einem durchaus ordentlichen Essen. Nach dem Essen noch ein paar Schritte und gegen 22.00 Uhr gehen wir ins Zimmer. Feierabend.

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Ruhetagstypisch stehen wir spät auf. So gemütlich wie das in Spanien möglich ist frühstücken. Dann zum Frisör. Haareschneiden ist nach drei Wochen einfach fällig. Zweites Frühstück, Kirche besichtigen, Pulpo essen, Schläfchen machen, Kaffee trinken, in der Sonne sitzen, Abendessen... so vergeht der Ruhetag wie er soll. Ruhig. Das Highlight des Tages war das Abendessen. Heute haben wir mal auf das Pilgeressen verzichtet und uns a la Carte ein Solomillo tenere bestellt. Wenn die Spanier was richtig gut können, dann ist es Steaks braten!


Beim Start in Calzadilla de la Cueza. Felder so weit das Auge reicht.
Der Pilgerweg auf dieser Etappe verläuft überwiegend Straßenbegleitend. Aber immerhin auf einem eigenen Weg.
Plötzlich liegt ein Krokodil auf dem Weg. Da hat sich jemand richtig Mühe gegeben.
In den Dörfern unterwegs gibt es noch viele alte Häuser in Lehmbauweise.
In dem künstlichen Hügel verbergen sich die Kellerräume des Ortes Morantinos.
Morantinos. Der ganze Ort ist in Lehmbauweise gebaut. Der Mangel an Steinen in dieser gegend zwang zu Lehmziegeln.
Vor den Toren Sahaguns. Die Ziegelsteinkapelle Ermita de la Virgen del Puente aus dem12.Jahrhundert.
Unsere Unterkunft im Zentrum von Sahagun. Hotel El Ruedo II. Hier legen wir einen Ruhetag ein.
Sahagun. Der Ort liegt auf halber Strecker des Camino. Genau stimmt das nicht, aber was sind schon ein oder zwei Tageswanderungen mehr oder weniger.
Kilometerstein am Rande Sahaguns. Noch 358 Kilometer.
Pilgerdenkmal vor der Herberge in Sahagun.

Die Etappe in Kurzform:
21. Juni. 22 unspektakuläre Kilometer. Calzadilla de la Cueza - Ledigos (KM 7) - Terradillos de Templarios (KM 10) - Moratinos (KM 13) - San Nicolas del Real Camino (KM 15) - Sahagún (KM 22). Der Ort zählt allgemein als Halbzeit des Caminos.

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