Jakobsweg 2009 - Auf dem Camino Frances nach Santiago de Compostela
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Mansilla de las Mulas - Leon

Leon - Villadangos del Paramo

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Armin Emmerich
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21. Etappe. Leon - Villadangos de Paramo

Vorbemerkung: Acht Kilometer hinter Leon erreicht man La Virgen del Camino. Für die Strecke ab hier bis Hospital de Orbigo gibt es zwei Alternativrouten. Die etwa 3 Kilometer kürzere Strecke führt auf dem historisch korrekten Camino Frances immer an der stark befahrenen Nationalstraße entlang. Seit einigen Jahren gibt es eine Alternativroute, die "Route Paramo". Diese führt über Villar de Mazarife durch eine reizvolle Landschaft abseits der Nationalstraße. Fast alle Pilger wählen heute diese Alternativroute. Allerdings gibt es auf der Alternativroute keine Hotels, nur Pilgerherbergen. Als Hotelschläfer müssen wir (eigentlich) den Weg an der Nationalstraße gehen, sonst kommen wir nicht zu unserem Übernachtungsort Villadongos del Paramo, der an der N120 liegt.

Nach einer lauten Nacht in Leon verlassen wir das Hotel gegen 9 Uhr. Das Frühstück war spanisch, aber OK. Der Weg aus Leon ist alles andere als schön. Großstadt halt. An dieser Stelle mal unser besondere Dank an die vielen freundlichen Maler der gelben Pfeile. Auf dem gesamten Jakobsweg haben uns diese Flecha Amarilla treu begleitet und uns den richtigen Weg gewiesen. Ohne die gelben Pfeile hätten wir auch aus dem Großstadtdickicht von Leon nicht so gut rausgefunden.

Nach etwa einer Stunde haben wir den schlimmsten Teil hinter uns und sind in den Außenbezirken. Nach 7 Kilometern in La Virgen del Camino gönnen wir uns ein zweites Frühstück mit Puddingplätzchen. Dann entscheiden wir, nicht wie geplant den Weg neben der N120 zu gehen, sondern die Alternativroute auf Villa de Mazarife zuzugehen (siehe Vorbemerkung). Eine Entscheidung, die sich wirklich gelohnt hat. Schnell ist man von der Straße weg und in schönster Naturlandschaft. In Chozas de Abajo machen wir Mittagspause und verlassen danach auch den Alternativ-Camino. Wir gehen Quer auf einer kleinen kaum befahrene Landstraße über den Ort Otero nach Villadangos del Paramo. Denn dort ist ja unser Hotel gebucht.

Als wir etwa 2,5 Kilometer vor Villadangos del Paramo den "alten" Camino an der N120 erreichen, sind wir trotz der sechs zusätzlichen Kilometer froh, so gegangen zu sein wie wir es gemacht haben. Der Weg an der N120 ist schrecklich. Schlimm genug, dass wir davon morgen noch 12 Kilometer vor uns haben. Wir finden unser Hotel direkt an der Hauptstraße. Hier herrscht wie im ganzen Ort Endzeitstimmung. Die Pilgerströme haben sich verlagert, dieser Ort an der N120 liegt im Sterben.

Zum Glück bekommen wir ein Zimmer nach hinten raus, so ist es halbwegs ruhig. Also erst mal einchecken und das übliche WischWasch. Der spätere Ortsrundgang gibt nicht viel her. Die Pilgerherberge ist auf, aber niemand ist da. Warum auch? Hier gibt es so gut wie keine Pilger mehr. So gehen wir dann in die kleine Dorfkirche und lassen uns dort einen Stempel in unsere Pilgerausweise drücken. Ordnung muss sein :-).

Um 20 Uhr bekommen wir hier im Haus ein kleines Abendessen serviert. Außer uns sind noch drei Gäste hier, die wir als Pilger identifizieren. Zwei davon sind in dieser Nacht die Gäste in der Pilgerherberge (100 Betten). Dumm gelaufen, für Villadangos del Paramo.


Ohne die gelben Pfeile wären wir wohl oft falsch gelaufen. Danke an die Maler!
Leon liegt hinter uns. Vor uns nach vielen Tagen wieder ein freundliches Landschaftsbild.
Auf der Hochebene hinter Virgen del Camino ist die Großstadt längst vergessen.
Unterwegs immer wieder Hinweise auf den rechten Weg.
Unsere Unterkunft für diese Nacht. Hier herscht Endzeitstimmung. Die Pilgerströme haben sich verlagert und kommen heute nicht mehr durch Villadangos del Paramo. Für uns war es nicht zu vermeiden.
 
 

Die Etappe in Kurzform:
26. Juni. 26 Kilometer auf teilweise etwas eigenwilliger Streckenführung (Siehe Bericht). Leon - Trobaja del Camino (KM 4) - La Virgen del Camino (KM 8) - Oncina de la Valdoncina - Otera - Villadangos del Páramo (KM 26).

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