Jakobsweg 2009 - Auf dem Camino Frances nach Santiago de Compostela
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24. Etappe. Rabanal del Camino - Molinaseca

Dies ist eine der schönsten Etappen auf dem ganzen Jakobsweg und man kann sie in einem Zug mit der Pyrenäenetappe über die Route Napoleon nennen. Bei sonnigem Wetter gehen wir auf alpinen Wanderwegen durch offenes Gelände stetig bergauf. Blumenwiesen und tolle Aussichten lassen uns immer mal wieder stehen bleiben. Wir kommen durch den kleinen Ort Foncebadon und gehen weiter bis zum Cruz de Ferro.

Das Cruz de Ferro ist wohl das wichtigste Zwischenziel auf dem Weg nach Santiago de Compostela. Aus einem großen Steinhaufen ragt ein langer Pfahl mit einem eisernen Kreuz an der Spitze. Der Steinhaufen selbst besteht aus hundertausenden von Steinen, welche Pilger hier abgelegt haben. Es ist Tradition, dass Pilger einen Stein aus der Heimat mitbringen und hier am Cruz de Ferro ablegen. Auch Helga legt hier den von uns mitgebrachten Stein aus der Heimat ab.

Die nächsten Kilometer halten wir die Höhe, bevor es danach fast 1000 Höhenmeter auf einem steinigen Gebirgsweg recht steil bergab geht. Inzwischen wird es ziemlich heiß. In El Acebo setzen wir uns vor einer Bar in den Schatten und machen Mittagspause bevor es noch mal rund 7 Kilometer durch die flirrende Hitze geht. Aber die Landschaft, die Blumenwiesen und die Aussicht auf das Hochgebirge sind wunderschön.

Als wir in Molinaseca über die Brücke gehen, sind wir schon ziemlich geschafft. Nur mit Mühe kann ich mich beherrschen in den einladenden Fluss zu springen. Das schöne Hostal in dem wir heute übernachten werden liegt zum Glück direkt hinter der Brücke. Wir checken ein und gehen gleich wieder raus in den Bargarten (komisches Wort, aber Biergarten ist hier irgendwie unpassend). Bevor wir wieder in unser Zimmer gehen treffen wir auf ein junges japanisch/koreanisches Pärchen die sich wohl auf dem Jakobsweg kennen gelernt haben. Die beiden sind uns schon öfter aufgefallen. Hier suchen sie ganz offensichtlich ein Zimmer zum alleine sein, also nicht in einer Pilgerherberge. Wir geben Ihnen unsere Unterkunft als Tipp und haben für den Rest des Jakobsweges neue Freunde gewonnen.

Am späteren Nachmittag machen wir noch einen Spaziergang durch die schattigen Gassen von Molinaseca und trinken ein Gläschen Tinto mit den beiden Pilgerinnen aus Saarbrücken (oder war es Trier?), die wir bereits vor einigen Tagen kennen gelernt hatten. Unser Pilgermenü bekommen wir im Hostal el Palacio, in dem wir auch wohnen. Das war leider mal nicht ganz so gut, aber wir sind satt geworden.


Gleich hinter Rabanal bginnt eine der schönsten Etappen überhaupt gleich mit heftigen Anstiegen.
Blumenteppiche links und rechts des steil ansteigenden Weges.
Auf dem Weg zum Cruz de Ferro.
Landschaft ohne Ende.
Vor uns das Cruz de Ferro. Das mit Abstand wichtigste Zwischenziel.
Zum zweiten Mal in unserem Leben legen wir hier einen Stein aus der Heimat ab.
Hier liegen schon hunderttausende Steine aus aller Welt auf einem großen Haufen.
Nach dem Cruz de Ferro geht es ein kurzes Stuck an der Starße entlang...
...bevor sich der Pilgerweg als Schotterpiste steil abwärts wendet.
Die wochenlange Wanderung durch Ebene und Getreidefelder ist hier längst vergessen. Wir sind im mitten im Gebirge.
Noch einige Kilometer auf ausgewaschenen Felswegen, dann erreichen wir Molinaseca.
Die Brüke über den Rio Meruelo führt uns in das Ortszentrum von Molinaseca.
Unsere Unterkunft in Molinaseca. Das Hostal el Palacio.
Eine Pilger-Jugendgruppe kühlt sich im Mühlgraben die brennenden Füße.
Es ist heiß, der Fluß läd zu einem Bad ein.
Die "Hauptstraße" durch Molinaseca. Hier gibt es schöne Plätze zum verweilen.
 
 

Die Etappe in Kurzform:
30. Juni. 25 steile Kilometer. Rabanal del Camino - Cruz de Ferro (KM 8) - Manjarin (KM 11) - El Acebo (KM 17) - Riego de Ambros (KM 21) - Molinaseca (KM 25).

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