Jakobsweg 2009 - Auf dem Camino Frances nach Santiago de Compostela
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Armin Emmerich
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34. Etappe. A Rua - Santiago de Compostela

Wir starten zur gewohnten Zeit. Es ist neblig. Wie schon zuletzt führt der Weg durch Eukalyptuswälder. Da wir wie immer recht spät gestartet sind, laufen wir hinter den großen Menschenmengen hinterher. Oft sind wir ganz alleine. Schön. Nichts deutet darauf hin, dass am Ende des Tages unsere Pilgerreise am Zielort Santiago de Compostela enden wird.

Der Jakobsweg bleibt sich treu. Immer wieder harte Anstiege. Nachdem wir den Flughafen von Santiago de Compostela umlaufen haben, lichtet sich der Nebel und sie Sonne kommt durch. Unterwegs an einer Bar trinken wir einen Kaffee und essen noch ein Brötchen. Dann weiter, jetzt überwiegend auf asphaltierten Wegen, aber nicht weniger steil auf und ab.

Fünf Kilometer vor Santiago de Compostela erreichen wir den Monte Gozo, den Berg der Freude. Von hier aus ein erster Blick auf die Stadt. Wir laufen weiter und kommen langsam in die Außenbezirke der Stadt. Bis zur Kathedrale ist es noch ein ganzes Stück, aber wie nicht anders zu erwarten schaffen wir natürlich auch das.

Bei strahlendem Sonnenschein kommen wir am Praza Obradoiro an. Ein Blick und Gruß hinauf zu Jakobus, der uns aus der Fassade der Kathedrale aus zuwinkt. Dann am Kilometer 0 Fotos machen. Es ist 14.00 Uhr und wir haben noch Zeit vor dem Einchecken im Hotel. An der Außenbar des Hotels Parador trinken wir eine Flasche Champagner und essen dazu ein Sandwich. Dann beziehen wir ein schönes Zimmer im Parador Hotel. Duschen und dann schnell wieder raus die Atmosphäre genießen.

Etwas später holen wir uns die Compostela im Pilgerbüro ab. Wir müssen eine Stunde im Treppenhaus anstehen, bevor wir endlich an der Reihe sind. Aber was ist schon eine Stunde bei so einer langen Pilgerreise. Unsere Pilgerausweise werden geprüft und für in Ordnung befunden. So werden wir aus der himmlischen Pilgerliste gestrichen, erhalten die Urkunden und sind ab sofort nur noch ganz gewöhnliche Touristen.

Das Abendessen genießen wir in einem wunderschönen Fischrestaurant in der Altstadt von Santiago de Compostela. Nach dem Essen drehen wir noch eine Runde durch die Innenstadt. Plötzlich treffen wir die Koreanerin wieder, über die wir bereits in den Tagesberichten aus Molinaseca und O Cebreiro geschrieben haben. Herzliche Umarmung und große Freude. Vielleicht treffen wir uns morgen bei der Pilgermesse wieder.

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Wir schlafen bis 8.30 Uhr und gehen gegen 9.30 zu dem schönen Frühstücksbuffet im Parador. Dann zurück ins Zimmer und fertig machen für draußen. Leider regnet es heute. Nach wochenlanger Dauersonne haben wir heute am Ruhetag vor dem Heimflug wieder Regen. Gut, dass wir gestern bei strahlendem Sonnenschein angekommen sind. Alles Andere wäre gemein gewesen. So ist es OK für uns, für die Pilger die heute ankommen tut es uns leid.

Um 11.30 Uhr gehen wir in die bereits voll besetzte Kathedrale und suchen uns einen möglichst bequemen Stehplatz. Pünktlich um 12.00 Uhr beginnt die Pilgermesse. Wie schon vor zwei Jahren ist das ein ganz besonderes Erlebnis und ein würdiger Abschluss für die Pilgerreise auf dem Jakobsweg. Aber in diesem Jahr bekommen wir noch ein besonderes Highlight geboten. Nur an wenigen besonderen Tagen, und heute schein so einer zu sein, kommt der Botafumeiro, das rund 50 Kg schwere Weihrauchfass, zum Einsatz. Weit schwingt er durch das Kirchenschiff. Ein tolles Erlebnis.

Am Nachmittag laufen wir trotz Kälte und Regen durch die Innenstadt um das eine oder andere Andenken und Mitbringsel zu erstehen. Und wieder treffen wir auf einen alten Bekannten. Dieses Mal ist es der junge Mann aus Hagen, der den ganzen Weg von zuhause aus zu Fuß gemacht hat und den wir erstmalig auf der Etappe nach Atapuerca getroffen haben.

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Nach einer letzten Nacht in Santiago de Compostela frühstücken wir noch mal gut. Dann packen wir zum letzten Mal unsere Rucksäcke. Mittags geht es per Taxi zum Flughafen und am Abend sind wir nach gut sechswöchiger Reise wieder Zuhause.

 


Wir starten die letzte Etappe bei nebligem Wetter.
Irgendwo hier ist der Flugplatz von Santiago. Wir hören die Flieger, sehen aber nichts.
Der Beginn des Großraums Santiago de Compostela wird durch diesen Stein gekennzeichnet.
Wir haben es uns verdient. Bei der Annäherung an den Mote do Gozo lichtet sich der Nebel und die Sonne kommt durch.
Auf dem Monte do Gozo - dem Berg der Freude.
Vom Mote de Gozo ein erster Blick auf das nahe Santiago de Compostela. Der Camino nähert sich dem Ende.
Am Ortseingang von Santigo weisen Aufkleber darauf hin, dass man den Camino auch zurückgehen kann. Danke, uns reicht es auch so.
Darauf haben wir wochenlang gewartet. Das Ortseingangsschild von Santiago de Compostela.
Gleich ist es geschafft. Durch das Tor am Ende dieses Weges...
...und dann sind wir am Praza do Obradoiro. Dem Ziel unserer Pilgerreise.
Mitten auf dem Praza do Obradoiro kennzeichnet eine eingelassene Steinplatte den Kilometer null des Camino de Santiago.
Das obligatorische Foto vor der Kathedrale. Oben aus der Fassade schaut uns Jakobus zu.
Auch die Wanderschuhe haben es (knapp) geschaft. Mit abgelaufenen Sohlen auslüften am Fenster des Hotelzimmers.
Im Pilgerbüro bekommen wir unsere Compostela ausgehändigt.
Pilgermesse in der Kathedrale. Der Botafumeiro, das rund 50 Kg schwere Weihrauchfass, schwingt weit durch das Kichenschiff. Ein tolles Erlebnis.
 
Am nächsten Tag, bei etwas weniger Betrieb, noch mal ein Foto von der Kathedrale.
Unsere Rucksäcke, gut verpackt für den Rückflug. Nach über sechs Wochen Pilgerreise und fast 800 Kilometern Fußmarsch auf dem Camino de Santiago ein merkwürdiger Moment.
 
 

Die Etappe in Kurzform:
11. Juli 2009. 22 Kilometer. A Rua (KM 22) - Lavacolla (KM 11) - Vilamaior (KM 9) - Monto de Gozo (KM 5) - Santiago de Compostela (KM 0). Ein unvergessliches Erlebnis.

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