Städte, Ferien- und Badeorte.
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Am schnellsten geht es zweifellos mit dem Flugzeug. Von Deutschen Flughäfen wir vor allem Bastia angeflogen. Allerdings kommt man auf Korsika kaum ohne Auto aus. Wer fliegt, muss sich daher fast zwingend einen Mietwagen leisten.
Die gängigste Anreiseform ist die Fähre. Es gibt reichlich Verbindungen von Italienischen und Französischen Häfen. Angenehm ist die etwa 12-stündige Passage ab Marseille auf modernen Autofähren der Reederei SNCM. Die Schiffe fahren in der Regel nachts. Abends los, morgens ist man da. Die Kabinen auf dem Schiff sind bequem (Aber beim Buchen aufpassen: es gibt auch Innenkäfige!). Mehrere Restaurants und eine Bar stellen die Versorgung sicher.
Tipp: Unterschiedliche Häfen für die An-und Abreise buchen. Wenn man z.B. in Bastia ankommt kann man von Porto-Vecchio aus zurückfahren. das erspart bei einer "Rundreise" die Rückfahrt zum Starthafen.
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Das klassische korsische Bier ist das Pietra. Gebraut aus Wasser, Malz und Kastanienmehl ist es auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig. Dennoch ist es allgegenwärtig und vermutlich das meist getrunkene Bier auf Korsika.
Für alle die sich überhaupt nicht an den etwas eigenwilligen Geschmack gewöhnen wollen gibt es aber auch französische Festlandbiere wie zum Beispiel Kronenburg.
Alle französischen Dicounterketten findet man auch auf Korsika. Casino, E.Leclerc, Carrefour und wie sie alle heißen. Und zwar in der Super-Mega-Geant Variante. Nie haben wir riesigere (ätzendere) Supermärkte gesehen.
Es gibt keinen Mangel an Restaurants. Besonders an den Hafenpromenaden und in den Ferienorten sind jede Menge Fischrestaurants zu finden. Für ein gutes Menü mit Vorspeise, Hauptgang und Dessert ist man allerdings schnell 30 Euro pro Person los. Dazu kommen die Getränke. Natürlich findet man auch preiswertere Möglichkeiten, die dann aber auch erheblich unter dem in Frankreich üblichen Qualitätsniveau liegen.

Nach den Korsen die zweitgrößte Population auf Korsika. Die Insel scheint, vielleicht aufgrund der Nähe zum italienischen Festland, bei italienischen Urlaubern überaus beliebt zu sein. Was im Sauerland die Holländer, sind auf Korsika die Italiener. Wichtige Faktoren für die heimische Wirtschaft.
Zumindest hier sind sich Korsen und Franzosen sehr ähnlich. Sie weigern sich konsequent eine andere Sprache als französisch zu sprechen. Ob sie nicht können oder nicht wollen? Nirgendwo sonst auf der Welt ist es so unmöglich, sich in einer Fremdsprache zu verständigen. Liebe französische Freunde: Wenigstens etwas Englisch sollte doch möglich sein. Oder seid ihr zu blöd so eine einfache Fremdsprache zu lernen?
Die in den heimischen Wäldern lebenden verwilderten Hausschweine (Sangliers) liefern reichlich Produkte für die korsischen Restaurants und Läden. Fleisch und Würste verfügen über einen hervorragenden Geschmack. Auch die korsischen Käsesorte aus Schafs- oder Ziegenmilch sind allgegenwärtige Spezialitäten. Nicht zu vergessen sind Produkte aus den hier reichlich wachsenden Kastanien (Maronen) und aus Feigen. Besonders lecker: Korsischer Käse mit Feigenmarmelade.
Alleine bei den Gedanken daran wird mir schon wieder schlecht. Abgesehen von den wenigen Hauptverkehrsadern N193, N196 und N198 sind die Straßen in Korsika eine einzige enge Kurve. Mit Wohnwagengespannen ist abseits der Nationalstraßen nichts zu machen, mit größeren Wohnmobilen sollte man es auch besser lassen. Wer die Insel erkunden will braucht einen PKW, viel Zeit und einen stabilen Magen.
Tankstellen befinden sich fast immer an den größeren Einkaufszentren. Selten auch an den größeren Nationalstraßen. Vorsicht: Wie in Frankreich üblich (und für deutsche beinahe unvorstellbar) haben die meisten Tankstellen am Wochenende geschlossen.
Auf Korsika gibt es nicht die großen "Hotelburgen", wie man sie aus anderen Ferienregionen am Mittelmeer kennt. Dafür gibt es zumindest in den bekannteren Touristenorten viele kleinere Hotels. Entlang der kompletten Westküste sowie im Norden in der Region Calvi findet man viele Campingplätze mit zum Teil guter Ausstattung. Fast immer kann man auf den Campingplätzen auch Mobilheime oder Bungalows mieten. Wir waren im September auf Korsika und es gab keine Probleme einen Platz zu finden. Während der Hauptsaison von Mitte Juli bis Ende August soll dies jedoch ohne Reservierung nicht möglich sein.
Das Hochgebirge auf Korsika lädt geradezu zum wandern ein. Über 2000 Kilometer Wanderwege, darunter der Fernwanderweg GR 20 der sich komplett in Nord-Südrichtung über die Insel zieht, locken Wanderer aus ganz Europa an. Mehrtägige Wandertouren sowie Tagestouren in allen Schwierigkeitsgraden sind beschrieben und gekennzeichnet. Viel Spass!
Korsische Weine sind keine "Offenbarung" aber trinkbar. Insbesondere der Rotwein aus der sonst in Frankreich nicht so bekannten Rebsorte Nielluccio ist oft gut. Die Betreiber der korsischen Restaurants führen meist ausschließlich korsische Weine. Tipp: Lieber einige Euro mehr ausgeben und einen gut ausgebauten korsischen Flaschenwein wählen statt den Hauswein im offenen Pichet.
Die beste Reisezeit dürfte zwischen März und Oktober liegen, wobei man Juli und August wegen Überfüllung möglichst meiden sollte. Eine Angabe für die zu erwartenden Temperaturen lässt sich wegen der gravierenden Höhenunterschiede kaum machen. Im Küstenbereich ist es jedoch fast immer angenehm warm, im Hochsommer mit 35 °C manchmal auch heiß. Die Anzahl der Regentage schwankt zwischen einem und sechs Tagen pro Monat. Wir waren zwei Wochen im September unterwegs. Die Temperaturen bewegten sich um die 25 °C und wir hatten an zwei Tagen etwas Regen. Angeblich ist das Durchschnitt. Aktueller Wetterbericht
Die korsischen Wildschweine sind MEIST verwilderte Hausschweine und gar nicht so wild wie der Name glauben macht. 30.000 Exemplare sollen in den korsischen Wäldern leben und sich von Eicheln, Kastanien, Wandererproviant und allerlei Grünzeug ernähren. Mit etwas Glück kann man die Tiere in abgelegenen Gegenden bei einer Autofahrt in Straßennähe beobachten. Wir haben welche im Bavella-Massiv getroffen und hätten sie am liebsten mit nach Hause genommen.