Mittwoch, 25. Oktober 2006 - 12:37 Uhr
It's time to say "GOOD BYE!" (25.10.06)

Ja, morgen heisst es schon in aller Fruehe Abschied nehmen. Der Weckruf wird um 6:30 sein, die Koffer muessen dann bis 7:00 vor die Zimmer gestellt werden und puenktlich um 8:00 geht es dann zum Flughafen.
Heute haben wir einen erlebnisreichen Tag verbracht. 15 aus unserer grossen Marathongruppe haben sich entschlossen, ein kleines altes Dorf in der Naehe Shanghais an zu schauen. Gegen 9:00 ging es heute morgen los. Nach einer guten Stunde kamen wir am Ziel Jiayuxian an. Zunaechst ging es zu Fuss durch die kleinen Gaesschen mit ihren bunten und vielfaeltigen Laeden. Ich brauche es nicht zu erwaehnen, es gab wieder viel zu bestaunen, vor allen Dingen die Auslagen der kleinen Restaurants, die sich direkt an die Kanaele anschmiegten. Da wir schon seit Stunden keine Bootsfahrt mehr gemacht hatten, gings ab auf ein kleines Holzboot, von dem man die laendliche Idylle geniesen konnte. Gegen Mittag ging es dann wieder zurueck nach Shanghai, um die letzten Einkaeufe zu besorgen. Auf Shanghais Prachtboulevard, der Nanking Strasse trafen wir immer wieder Leute aus unserer Gruppe, bepackt mit Tueten etc., waren sie doch heute morgen extra in Shanghai zum shoppen geblieben.
In einer Stunde gibt es noch das grosse Abschlussessen und dann heisst es wirklich Good Bye China.
An dieser Stelle moechte ich mich ganz herzlich bei all denjenigen bedanken, die im Vorfeld der Reise alles so gut vorbereitet hatten, dass wir hier eine schoene und interessante Zeit hatten. Vor allen Dingen moechte ich Herrn Franz Simon mit der von ihm vertretenen Wotax Steuerberatungs GmbH und Herrn Dieter Boening von der GDCF Duesseldorf e.V. danken. Nicht vergessen moechte ich aber auch Herrn Carsten Senz, der die Sportlerdelegation in Peking betreute.
Mittwoch, 25. Oktober 2006 - 02:07 Uhr
In der Boomstadt Shanghai (24.10.06)

Nach einem chaotischen Fruehstueck, der Fruehstuecksraum war viel zu klein und die Bedienung vollkommen ueberfordert, ging es mit dem Bus zunaechst zum Bund, der bekannten Uferpromenade Shanghais. Der Ausblick auf die Skyline war herrlich, das Wetter im Gegensatz zu Peking, klar. Nach einem kurzen Spaziergang entlang des Ufers, welches waehrend der Kolonialzeit in Park war, in dem der Zutritt fuer Chinesen und Hunde verboten war, ging es zu Fuss weiter in die nahgelegene Einkaufsstrasse Nanjing Lu. Wie ueblich konnten einige dem Warenangebot nicht wiederstehen und kamen mit Taschen und Tueten zurueck zum Bus. Ging es doch weiter in die Altstadt Shanghais, mit der bekannten Zigzack-Bruecke und einem wunderbar verspielten Miniaturpark, der berieits eine mehrhundertjaehrige Geschichte hat. Wie koennte es andes sein, auch hier wurde in der quirrligen Altstadt, den tausenden von kleinen Laeden und Verkaufsbuden ein Umsatzplus beschert. Es gab sogar Leute, die sich auch einen groesseren Koffer besorgten, da die Kapazitaeten der von zu Hause mitgerbrachten Reisetaschen und Koffer bereits hoffnunglos ueberfuellt waren.
Nach dem Mittagessen, das in einer Seidenfabrik eingenommen wurde, wurde ausgiebig im angeschlossenen Shop eingekauft, bevor wir dann zum Jadebuddha Tempel fuhren. Dort hatten wir allerdings nur einen kurzen Halt, da es bereits auf 17:00 zuging und der Tempel dann fuer die Oeffentlichkeit geschlossen wird.
Um 1/2 7 Uhr ging es dann zum Abendessen und von dort direkt nach Pudong, dem Boomviertel Shanghais. Mit dem Lift fuhren wir in den 88. Stock des Jinmao Towers, der mit 420 m zu den groessten Gebaeuden der Welt zaehlt. Oben angekommen, bot5 sich uns ein athemberaubender Blick. Wie eine glizernde Spielzeugwelt lag die Skyline Shanghais vor uns. Alle waren voll auf begeistert und staunten ueber den Lichterglanz. Nach einem kurzen Rundgang auf der Aussichtsplattform in 320 m Hoehe ging es dann auch gleich weiter wieder auf die andere Uferseite, wollten wir doch noch eine Lichterfahrt mit dem Boot machen. Ja, mittlerweile sind wir alle seefest und gute Matrosen. Auch vom Schiff bot sich uns ein ueberwaeltigender Anblick des Bunds mit seinen alten Kolonialgebaeuden und der modernen Architektur auf der Pudong Halbinsel. die Zeit verging viel zu schnell, die Akkus der Kameras waren leer und die Speicherkarten voll. Fuer viele war dieser Abend das absulte ighlight der Reise
Montag, 23. Oktober 2006 - 15:31 Uhr
Unsere Kreuzgfahrt geht zu Ende (23。10。06)

Heute hiess es schon in aller Herrgottsfruehe aufzustehen. Die Ausschiffung war bereits fuer 7:00 vorgesehen. Wer dachte in China einen Erholungsurlaub vor sich zu haben, wurde wiederum eines Bessern belehrt. Mit dem Bus ging es bis zur Staumauer des Drei Schluchten Staudamm. Es bot sich uns ein imposantes Bild. Obwohl die Arbeiten noch nicht ganz abgeschlossen sind, kann man schon jetzt erahnen, wie die Anlage in vier Jahren bei der Fertigstellung aussehen wird. Wir hatten genuegend Zeit, uns den Staudamm anzusehen. Danach ging es auf eine fuenfstuendige Busfahrt nach Wuhan. von wo aus wir mit dem Flugzeug nach Shanghai flogen. Der kleine Flughafen in Yichang, der Stadt am Fusse des Staudamms konnte eine so grosse Gruppe nicht abfertigen, da bereits der Winterfahrplan galt und somit taeglich nur eine kleine Maschine nach Schanghai fliegt. Auf der Fahrt konnten wir viele Bauern beobachten, wie sie den fruchtbaren Boden nach jahrhundertalter Tradition mit Holzpflug und Wasserbueffel bearbeiteten, Welch ein Gegensatz zu den modernen Staedten Chinas. Beim Einchecken in Wuhan mussten wir dann feststellen, dass die Souvenirs uns doch einiges Uebergepaeck beschert hatten. Aber nach der ueblichen Diskussion mit den Schalterbeamten wurden alle Koffer und Gepaeckstuecke schlussendlich abgefertigt. Nach einem kurzen Flug trafen wir heute Abend hier in Shanghai ein. Unser Hotel liegt sehr zentral, in der Naehe des Bahnhofes. Fuer morgen ist der Besuch des Bunds, der Nanking Road und der Altstadt vorgesehen.
Montag, 23. Oktober 2006 - 15:18 Uhr
Tag zwei auf dem Schiff (22。10。06)

Den heutigen Tag kann ruhig als unser erster Ruhetag bezeichnet werden. Hatten wir doch endlich keinen Stress. Ich glaube alle haben dies wirklich genossen. Nach einem spaeten Fruehstueck, ging es wieder an Deck, man fuhr an verschiedenen modernen Staedten vorbei, deren alte Stadt abgerissen worden war, da sich diese mittlerweile unter dem Wasserspiegel befand und eine gefaehrliche Untiefe fuer die Schiffart bedeutet haette. Somit wurden voellig neue Staedte oberhalb der zu erwartetenden Wasserlinie neu aufgebaut. Nachmittags ging es dann mit einem kleineren Schiff in ein Seitental des Jangtse, wo wir dann auf Holzkaehnen ein Stueck weit hinaufgezogen, bzw. getreidelt wurden. Das waren vier erlebnisreiche Stunden. Abends gab es dann dann zum Abschied das grosse Kapitaensdinner, bevor man schon wieder an das Packen der seiben Sachen denken mussste, da am naechsten Morgen unsere Kreuzfahrt in Yichang endete.
Montag, 23. Oktober 2006 - 15:13 Uhr
Tag eins auf dem Schiff (21。10。06)

Bereits kurz nach dem Fruestueck fuehren wir in die erste der drei Jangtse Schluchten ein; Obwohl an dieser Stelle das Wasser bereits um ueber 60 Meter gestiegen war; bot sich uns ein imposantes Bild. Links und rechts gingen die Felswaende teils senkrecht mehrere hundert Meter in die Hoehe. Jeder hatte die Digital- oder Videokamera in der Hand. Immer wieder machte man sich gegenseitig auf etwas Aufmerksam. Nachmittags trafen wir dann in Fengdu, der Geisterstadt ein. Hier befindet sich eine impossante Tempelanlage, mit Darstellungen der buddistischen Unterwelt. Leider ist nicht mehr alles original, da viele Statuen waehrend der Kulturrevolution zerstoeert wurden. Trotzdem bekam man einen tollen Ueberblick ueber die oestliche Geisteswelt. Abends fand dann noch auf dem Schiff ein Kulturabend statt, bei dem verschiedene Besatzungsmittglieder eine Modenschau und auch klassische Volkstaenze auffuehrten.
Montag, 23. Oktober 2006 - 15:12 Uhr
In unserer Partnerstadt Chongqing (20。10。06)

Hallo,
wahrscheinlich haben sich schon einige von euch Sorgen gemacht, da ich mich in den letzten Tagen nicht mehr aus China gemeldet habe。 Aber ich kann alle beruhigen, die Gruppe ist bis auf ein paar verschnupfte Nasen und empfindliche Maegen wohlauf。Der Grund des Schweigens lag darin, dass wir auf unserem Schiff, der Victoria 2 zwar einen Internetzugang hatten, dieser aber keine Verbindung ins weltweite Netz herstellen konnte。 Wir befanden uns dank der Jangtse Schluchten staendig in einem Funkloch。
Doch nun moechte ich das versaeumte nachholen。
Nach dem gemeinsamen Fruestueck ging es in zwei Gruppen zu verschiedenen Aktivitaeten。 Der Grossteil der Gruppe besichtigte zunaechst einen freien Gemuesemarkt, bei dem eine Vielzahl uns unbekannter Gemuesesorten bestaunt werden konnte。 Danach ging es in einen Park, von dem man aus einen hervorragenden Blick ueber ganz Chongqing hatte。 ein Teil schwang sogar zusammen mit Chinesen das Tanzbein, was von diesen begeistert aufgenommen wurde。 Mittags traf man sich dann wieder mit der anderen Gruppe zum Essen。Unsere Gruppe hatte morgens die Gelegenheit wahrgenommen, an einem Erfahrungsaustausch mit verschiedenen Sportfunktionaeren der Stadt Chongqing teilzunehmen。 Das Treffen lief in einer sehr angenehmen Atmosphaere und wir sind der Ueberzeugung, dass dies der erste, wichtige Schritt fuer eine Kooperation, speziell im Jungendbereich werden kann。
Nachmittags ging es dann noch in die Chongqinger Altstadt, die durch ihr lebhaftes, leider jedoch auch teilweise schon stark gepraegtes touristisches Flair gefiel。 Wieder wurde das eine oder andere Andenken erstanden und viele Fotos geschossen。 Der Abschschluss unseres Chongqinger Aufenthalts bildete dann ein Bummel ueber Chongqings moderne Einkaufsmeile, die sich in ihrer Vielfalt nicht vor unseren westlichen Einkaufsstrassen zu verstecken braucht。Bevor es dann zum Einschiffen aufs unser Schiff, die Victoria 2 ging, liesen wir uns eine original Chongqinger Spezialitaet schmecken, naemlich einen Feuertopf - aehnlich unserem Fondue, nur viel viel schaerfer! Fuer viele Teilnehmer war der Feuertopf aber dann wirklich zu scharf und selbst die Flasche Schnaps brannte ordentlich in den durstigen Kehlen。
Donnerstag, 19. Oktober 2006 - 14:59 Uhr
Oesterreich in Chongqing? (19.10.06)

So, seit heute Mittag sind wir in Chongqing. mit knapp 10 Minuten Verspaetung traffen wir hier ein, nachdem wir noch am Vormittag die Grosse Wildganspagode in Xian besichtigt hatten. Eine Tempelanlage, die durch ihre schoene Anlage und die riesige Pagode besicht. Nebenbei gesagt ist die Grosse Wildganspagode auch das Wahrzeichen von Xian und nicht wie eigentlich zu vermuten waere, die Terrakottaarmee. Aber die ist ja auch erst seit Ende der 70er bekannt.
Oesterreich in Chongqing, werden Sie sich fragen. Ja, Chongqing hat genauso viele Einwohner wie unser Nachbarstaat und ist dabei wohl genauso huegelig, auch wenn die schneebedeckten Berge hier in der subtropischen Gegend fehlen.
Der erste Eindruck war ueberwaeltigend. Der Flugplatz, welcher erst im letzten Jahr eroeffnet wurde, ist ein wahrer Glaspalast. Empfangen wurden wir von einer hochrangigen Abordung des Chongqinger Sportausschusses. Nachdem wir wieder einmal auf die Buse warten mussten, ging es flott in diese 30 Millionen Metropole. Fuer den Nachmittag waren zunaechst keine weiteren Aktivitaeten geplant, da wir um 17:00 zu einem Empfang durch das Amt fuer auswaertige Angelegenheiten eingeladen waren. Die Gruppe war auch froh, einmal zwei Stunden mit Nichtstun zu verbringen. Leider traff unser Gepaeck (wieder einmal) mit Verspaetung ein, so dass vor allen Dingen die Damen unserer Gruppe nur wenig Zeit hatten, sich fuer den abendlichen Empfang herzurichten.
Herr Chen vom Amt fuer auswaertige Angelegenheit hielt die Begruessungsrede, bevor ich in der Funktion als 2. Vorsitzender der GDCF Duesseldorf e.V. eine Grussadresse an die anwesenden chinesischen Offiziellen der verschiedenen Sportorganisationen richtete. Nach dem Austausch der Gastgeschenke ging es dann zu einem sehr guten Buffet, dass bei allen grossen Anklang fand. Fuer viele waren es die ersten Erfahrungen mit dem beruehmten Sichuan Pfeffer, der dem einen oder anderen die Stimme verschlug und die Traenen aus den Augen trieb.
Mittwoch, 18. Oktober 2006 - 17:14 Uhr
Xian - die ehemalige Kaiserstadt (18.10.06)

Heute morgen hiess es wiederum frueh aufzustehen. alle die bisher geglaubt hatten, einen Erholungsurlaub vor sich zu haben, wurden eines besseren belehrt.
Nachdem betreits in der Nacht die Koffer vor die Zimmer gestellt wurden, ging es nach einem vorgezogenen Fruehstueck um 05:50 Richtung Flughafen. Um diese fruehe Zeit waren Pekings Strassen noch leer. Zum ersten Mal erlebten wir eine zuegige Fahrt mit den Busen.
Das Einchecken am Flughafen ging realitv schnell, da unser grosses Gepaeck von freundlichen Helfern berits aufgegen war. Nur das unuebersichtliche Gewussel bei der Pass- und Ticketkontrolle war um diese fruehe Stunde etwas nervend.
Der Flug startete mit etwas Verspaetung aber das machte nichts. Als wir in Xian, der ehemaligen kaiserlichen Residenz fuer mehrere Dynastien zur Landung ansetzten, mussten wir leider feststellen, dass das gute Wetter von gersten vorbei war. Es regnete.
Es regnete, als wir zu der Terakottarmee des ersten chinesischen Kaisers fuhren und es regnete, als wir wieder von dort abfuhren. Die Grabanlage Qingshi Huangdis faszinierte uns alle. Wie man lange vor Chrsits Geburt ein solches Monumentalwerk umsetzten konnte, bleibt einfach unfassbar. Und dabei ist die eigentliche Grabkammer noch nicht einmal geoeffnet.
Es regnete auch noch, als wir die impossante Stadtmauer, die auch heute noch erhalten ist besuchten und die mit 14 Km nicht gerade als klein zu bezeichnen ist. Es regnete als wir anschliessend die Moschee im Zentrum Xians besuchten. Diese Moschee, ganz im traditionellen chinesischem Stil gehaltenen Zentrum der 70.000 Muslims aus Xian, ist die groesste Moschee in China. Der Basar auf dem Weg dorthin verleitete den eine oder die andere wieder ein paar Mitbringsel zu erstehen, zu farbenpraechtig und reichaltig war die Auswahl an Schnickschnack.
Als wir dan nach einem kurzen Stopp im Hotel zum Maultaschenessen fuhren regnete es - nicht mehr!
Das essen war wirklich ein Genuss und die anschliessende Show, die uns allen die Taenze der Tangzeit naehrer bringen sollte, ein Genuss.
Da das Businesscenter unseres Hotel, in dem ich gerade sitze und diese Zeilen schreibe bereits seit einer Viertelstunde geschlossen hat, mache auch ich Schluss und werde mich dann morgen Abend aus unserer Partnerstadt Chongqing melden.
Dienstag, 17. Oktober 2006 - 17:35 Uhr
Erlebnisreiche Stunden auf der Grossen Mauer (17.10.06)

Mittlerweile habe ich den Glauben an die Wettervorhersage verloren. Lt. Wetterbericht waren fuer heute 20 Grad und Wolken vorhergesagt. Doch welch eine angenehme Ueberraschung, es war klar und ein strahlend schoener Tag, wie wir in bisher noch nicht hatten.
Puenktlich um 8:42 (vereinbart war 8:30:-(( Doch muss ich sagen, die Disziplin bessert sich von Tag zu Tag, ging es los zur Grossen Mauer. Doch bereits als wir das Hotelgelaende verliesen, standen wir im Stau. Nur zaehfluessig konnten wir uns Zentimeter um Zentimeter unserem Ziel, das immerhin 130Km entfernt lag, naehern. Ganz Peking schien auf den Beinen oder besser ausgedrueckt mit dem Wagen unterwegs zu sein. Nachdem wir uns eine gute Stunde durch diesen morgentlichen Berufsverkehr gequaelt hatten, waren wir endlich an der Stadtgrenze angekommen. Die verlohrene Zeit konnten wir auf dem erst zum 1. Oktober eroeffneten Teilstueck der neuen Schnellstrasse nach Chengde, der ehemaligen kaiserlichen Sommerresidenz, wieder hereinholen. Dank dem modernen Raubrittertum - in Form von Mautgebuehren - war die Autobahn angenehm leer. Doch leider ist bisher nur dieses eine kleine Teilstueck freigegeben und so mussten wir bald wieder auf die Ueberlandstrasse abbiegen. Interessant war es, das laendliche Leben links und rechts der Strasse zu beobachten. Allgemeines Kopfschuetteln riefen allerdings die teils waaghalsigen oder todesverachtenden Ueberholmanoever einiger kleiner chinesischer Schumis hervor.
Nach genau drei Stunden - entspricht bei 130Km einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 43 Stundenkilometer -standen wir auf dem Parkplatz der Grossen Mauer bei Sima Tai. Da es bereits mittags war, ging es zunaechst zum Essen, dass allen wohl mundete. Gelobt wurde vor allen Dingen der Fisch. F(r)isch gestaerkt ging es dann in zwei Gruppen zum Aufstieg zur Mauer. Die Fusskranken, bzw. -faulen, zu denen ich auch mich zaehle, waehlten den angenehmen Weg per Sessel- und Zahnradbahn nach oben. Hier musste dann nur noch ein kurzes, doch steiles Stueck zu Fuss zurueckgelegt werden, bevor der Wachtum Nr. 8 in einer Hoehe von 988 Metern erreicht wurde. Zur Information, das Restaurant lag nur 500 Meter hoch.
Diejenigen, die die Mauer per Pedes angegangen waren (ein grosser Teil davon unsere Marathonlaeufer!) waren auch schon da. Man machte sich gegenseitig auf die Dank der herrlichen Fernsicht deutlich sichtbare, sich wie eine Schlnge hinschlaengelnde Mauer aufmerksam. Alle waren begeistert und diejenigen in der Gruppe, die die Mauer bereits aus Bada Ling von einem frueheren Besuch Pekings kannten, waren voll des Lobs. Die drei Stunden, die uns fuer den Mauerbesuch zur Verfuegung standen, verflogen wie im Flug. Beim Abstieg wagte sich dann noch der eine oder andere ein Teilstueck des Weges per Seilwinde zurueckzulegen, bevor man mit den neugewonnenen Eindruecken und neuerstandenen Souvenirs, den Bus bestieg.
Die Rueckfahrt ging dann etwas schneller von statten, so das wir dann kurz nach 7:00 in einem ***** Hotel in den kulinarischen Genuss einer Peking Ente kamen. Hier trifft eindeutig wieder einmal das alte chinesische Sprichwort ein: Ente gut - Alles gut!
Da es morgen bereits um 7:50 per Flug in die ehemalige Kaiserstadt Xian geht, ging es bald darauf zurueck ins Hotel, wo die Koffer gepackt werden mussten.
Es ist jetzt 23:38 Ortszeit, also bis morgen aus Xian, der Stadt der toenernen Armee.
Dienstag, 17. Oktober 2006 - 01:50 Uhr
Besuch des Sommerpalasts (16.10.06)

Gestern ging es fuer alle erst gegen 9:00 los. Alllerdings war uns der Himmel zunaechst nicht gnaedig, es begann leicht zu regnen. Doch schon nach kurzer Zeit setzte sich die Sonne durch und der Himmel klarte seit Tagen ein wenig auf.
Durch den morgentlichen Stossverkehr ging es quer duch die Stadt in die nordwestliche Vorstadt, in dem sich der Sommerpalast Yihe Yuan befindet. Es bot sich uns eine impossante Kulisse und alle waren von der Weitlaeufigkeit und der Ausgestaltung der Anlage fasziniert. Vor allen Dingen der mehrere hundert Meter lange Wandelgang, mit seinen unzaehligen Malereien wurde ausgiebig bewundert. Doch wie ueberall in ganz Peking wurde auch im Sommerpalast fleisig renoviert und so konnte die eine oder andere Audienzhalle nicht besichtigt werden.
Obwohl es ein gewoehnlicher Montag war, schoben sich Massen von chinesischen Touristen durch die Anlage, erst im hinteren Teil wurde es etwas ruhiger. Nachdem wir uns am weltberuehmten Marmorboot, dass die Kaiserinwitwe Cixi mit Geldern die fuer die Marine bestimmt waren gebaut hatte, alle wieder einfanden, ging es mit dem Boot hin aus auf den kuenstlich angelegten Kunming See. Nach kurzweiliger Fahrt, die uns allen nochmals einen herrlichen Blick auf die gesamte Anlage gewaehrte, war das andere Ufer erreicht.
Nun ging es zum Mittagessen im Museum der Geschichte, welches direkt am Tianan Men Platz liegt. Leider entsprach die Qualitaet des Essens nicht unbedingt der exklusiven Lage. Nach dem Essen, gegen 15:00 teilte sich dann die Gruppe. Ein Teil wollte noch den Nordmeer Park Beihai Gongyuan besuchen und ein anderer Teil wollte die gelegenheit nurzen, in der nahegelegenen Wangfujing Strasse schoppen zu gehen, bevor man sich wieder um 18:00 im Hotel traf um eine Akrobatik Show zu besuchen.
Fuer heute ist unser naechstes Highlight geplant, in einer stunde geht es zur Chinesischen Mauer. Mehr davon spaeter.
Dienstag, 17. Oktober 2006 - 01:18 Uhr
Ergebinsliste Marathon

Hallo aus Peking. Wie gestern versprochen, hier die offizielle Ergebnisliste vom Peking-Marathon
Frauen
92. Renate Broer 3:32:22 (Beste Nicht-Asiatin bzw. Afrikanerin)
190. Vera Kuchem 4:01:11
292. Marianne Heer 4:23:11
293. Gabriele Koehn 4:23:11
Maenner
373. Guenter Ochsenfeld 3:19:49
608. Anselm Klatt 3:31:56
624. Martin Schelauske 3:32:30
652. Andreas Baltres 3:33:35
708. Walter Buettgens 3:36:24
1290. Jan Winschermann 3:57:30
1459. Udo Rommerskirchen 4:03:02
1516. Franz Simon 4:05:11
1672. Armin Emmerich 4:11:13
2356. Georg Kuchem 4:32:40
2492. Peter Damjancevic 4:36:40
Alle anderen Teilnehmer werden nicht mehr in der Ergebnisliste gefuehrt, da sie das Zeitlimit ueberschritten hatten.
Montag, 16. Oktober 2006 - 02:22 Uhr
Marathon - der Tag der vielen Schritte (15.10.06)

Gestern war es soweit. Bereits in aller Fruehe mussten die Teilnehmer des Peking Marathons aus den Federn. Um kurz nach 6:00 wart die Abfahrt vom Hotel zum Startpunkt des Marathons, dem Platz des Himmlischen Friedens anberaumt.
Trotz der Fruehe gesellten sich zu den 30 Laeufern ebensoviele Angehoerige und Zuschauer. Dank der fruehen Morgenstunde war der Startbereich bereits nach kurzer Fahrt erreicht. Herr Senz hatte dafuer gersorgt, dass wir fuer unsere beiden Buse Sondergenehmigungen hatten, die es uns erlaubten, direkt auf dem Platz des Himmlischen Friedens zu parken.
Es herrschte bereits ein lebhaftes Treiben auf dem gesamten Platz. Chinesische Laeufer mit grossen Fahnen, sowie der ein oder andere auslaendische Laeufer liefen wie die Ameisen herum. Puenktlich um 8:00 fiel der Startschuss fuer die Spitzenlaeufer und 15 Minuten spaeter wurde es auch fuer die grosse Masse der Laeufer ernst.
Bedauerlicherweise durften wir unser riesen Banner nicht auf dem Tianan Men Platz ausrollen. Der weltgroesste Platz ist nach wie vor ein hoch sensibler Bereich und von dem allgegenwaertigen Sicherheitspersonal wurde auch fuer uns keine Ausnahme gemacht. So begab sich die Gruppe der Duesseldorfer Fans zum Eingang der Verbotenen Stadt, um dort das Banner medienwirksam auszurollen. Doch auch dort hatten wir kein Glueck. Trotzdem konnten wir in der vieltausendkoepfigen Menge unsere Laeufer ausfindig machen und anfeuern. Doch schon bald hiess es auch fuer uns, nach einem kleinen gang ueber den Platz des Himmlischen Friedens, den Bus wieder zu besteigen, da wir unsere Laeufer zwischen Kilometer 25 und 30 nochmals anfeuern wollten. Zunaechst ging unser Fahrt auch zuegig voran, doch als wir 1/3 des Weges zurueck gelegt hatten, kamen wir in den Stau, der von den Laeufern verursacht worden war. Nichts ging mehr. Daher disponierten wir kurzentschlossen um. Traurig waren wir schon einwenig, da wir unsere Laeufer in dieser Phase des Laufs nicht mehr moralisch unterstuetzen konnten. Aber unsere Entscheidung war richtig. So kamen wir wenigsten rechtzeitig in den Zielbereich um unsere Spitzenlauefer auf den letzten Metern anfeuern zu koennen (Die Zeiten gebe ich im naechsten Bericht bekannt). Wenigstens hier im Zielbereich konnten wir unser Banner anbringen und es war toll zu sehen, wie dieses Riesenbanner 200 Meter vor dem Ziel alle Laeufer zu befluegeln schien, manche legten die letzten Meter wie die Sprinter hin. Jeder Laeufer wurde von unserer kleinen Fangruppe begeistert begruesst und der Sturm der Begeisterung steigerte sich, wenn ein bekanntes Gesicht unserer Laeufer zu sehen war.
Puenktlich um 13:15 nach erreichen des Zeitlimits wurde das
Zieltor geschjlossen. Fast alle unserer Laeufer kamen innerhalb des Limits von fuenf Stunden ins Ziel.
Danach ging es fuer die Laeufer zur Massage, die gerne in Anspruch genommen wurde. Fuer die Nichtlaeufer ging es nach dem gemeinsamen Mittagessen zurueck ins Hotel um dort auszuruhen oder ein wenig schoppen zu gehen. Gegen 18:00 fuhren dann alle wieder gemeinsam zum Abendessen, bei dem man sich lebhaft ueber die Eindruecke waehrend des Rennes unterhielt. Jeder hatte etwas interessantes zu berichten, es wurden Vergleiche zu anderen grossen Marathonveranstaltungen gezogen und man war mit dem erreichten und erlebten mehr als zufrieden.
Nach dem Abendessen ging es dann noch mit dem Bus zu einem der bekannten Fressgaesschen Pekings. Auch hier gab es viele interessante Eindruecke. Gegrillte Skorpione, Seesterne, Seidenraupen, Tintenfische - alles am Spiess und schnell frietiert oder gegrillt. Einige Wagemutige probierten das eine oder andere aus. Und selbst die fritierten Skorpione schmeckten nicht schlecht!
Zum Abschluss des Abends ging es dann gemeinsam zu Pekings bekanntestem Kneipenviertel, dem Houhai Bezirk, der bei der Gruppe grossen Anklang fand. Da die Gruppe mit ueber 60 Koepfen nicht geschlossen in eine der Kneipen unterkommen konnte, bildeten sich bald kleine Grueppchen, die sich bei Lifemusik oder ganz romantisch am Ufer des Houhai Sees niederliesen. Der Rueckweg ins Hotel wurde dann individuell per Taxi angetreten.
In wenigen Minuten geht es heute zum Sommerpalast und darueber werde ich dann heute Abend berichten und wenn alles klappt, dann auch ein paar Bilder einstellen. Evtl. vorkommende Schreib- und Tippfehler bitte ich zu entschuldigen, aber die chinesischen Tasten sind nicht gerade einfach zu bedienen :0))
Samstag, 14. Oktober 2006 - 16:55 Uhr
Da waren es nur noch 62 ;0)) (14.10.06)

Was fuer ein Schreck, nach einem erlebnisreichen Tag, war unsere Gruppe auf 62 Personen geschrumpft. Was war passiert? Doch erst einmal der Reihe nach.
Wiederumhatten sich einige Laeufer unter der Fuehrung von Franz Simon morgens zu einem kleinen Lauf eingefunden. Kompletiert wurde die Gruppe noch von anderen, die sich Schattenboxen und Fruehgymnastik anschauen wollten. Das Wetter war allerdings nicht gerade das Beste zu nennen. Es war sehr bedeckt und Regen angesagt. Zudem war es sehr windig. Nachdem wir dann nach dem Fruehstueck den Teufelsmarkt unsicher gemacht hatten und der eine oder die andere hierbei ein Schnaeppchen erstand, mussten wir dann bedauerlicherweise eine geschlagene Stunde auf unsere beiden Buse warten. Grund hierfuer war ein Polizeieinsatz nach einem Verkehrsunfall, der unsere Busse daran hinderte puenktlich an den verabredeten Treffpunkt zu kommen. Doch dann ging es weiter zum naechsten Highlight. Einer Rikschafahrt durch Pekings verbliebene Hutongs (Gaesschen). Fuer alle war das ein Einblick in die traditionelle Bau- und Lebensweise hier in Peking. Auch der Trommelturm wurde noch besichtigt,bevor es dann gegen 14:00 zum Mittagsessen ging. Danach stand der Besuch der Verbotenen Stadt auf dem Programm. Wieder ging es mitdem Bus quer durch die Stadt. Unsere Gruppe war von den Ausmassen der Kaiserstadt wirklich beeindruckt.Leider waren mehrere der Audienzhallen durch Baugerueste verdeckt. Alles soll in Hinblick auf die Olympischen Spiele 2008 in neuem Glanz erstrahlen. Wir waren alle der Meinung, dass dies Grund genug fuer uns sein sollte, spaestestens in zwei Jahren wieder zu kommen.
66 Duesseldorfer, allerdings sollen sich auch ein paar Koelner darunter verstecken, kamen sich in der weitlaeufigen kaiserlichen Anlage verloren vor. Dank der vorgerueckten Tageszeit, war die purpurne Stadt, wie die Verbotene Stadt auchgenannt wird als menschenleer zu bezeichnen. Najedenfalls wenn man die Menschenmassen auf Chinas Strassen kennt. Leidermussten wir dann gegen Ende des Besuchs feststellen, dass unsere Gruppe geschrumpft war. Von vier Teilnehmern war nichtsmehr zu sehen. Hinzu kam dass der Palast geschlossen werden sollte, da die Besuchszeit zu Ende ging. Also machte ich mich mit unserem chinesischen Reisefuehrer Herrn Li auf, ueber Umwege zum Eingang der Palastanlage zurueck zu kehren, da wir davon ausgegangen waren, dass sich die Abtruennigen dorthin begeben hatten. Doch leider Fehlanzeige. Weit und breit nichts zu sehen. Dafuer kamen wir in den Genuss,die Einholung der chinesischen Nationalflagge auf dem Platz des Himmlischen Friedens mit zu erleben. (Aeh jetzt laeuft gerade eine Kakerlake ueber meine Tastatur!)
Nach diversen Telefonaten wurden drei der Abkoemmlinge im Hotel ausfindig gemacht, der vierte meldete sich dann kurze Zeit telefonisch. Also kein Grund zur Beunruhigung. Wir alle sind wohl auf. Geade ging die Besprechung fuer den morgigen Marathon zu Ende. Da die Startzeit um 8:15 erfolgt, werden wir bereits zwei Stunden vorher das Hotel verlassen muessen, um rechtzeitig in den Startbereich zu kommen.
Das soll es fuer heute gewesen sein, es ist 23:08 Ortszeit und morgen muss ich frueh raus. Ach ja derzeit ist esnicht moeglich, Bilder einzustellen,da dieses Intertnet Cafe ueber keine USB Anschlusse verfuegt:-((
Freitag, 13. Oktober 2006 - 14:59 Uhr
66 Duesseldorfer in Peking eingetroffen

Miteinerguten halben Stunde Verspaetung traf heute unsere Reisegruppe wohlbehalten in Peking ein.
ZurUeberraschung von allen ging es nicht,wie viele wohl heimlich gedachthatten, direkt ins Hotel, sondern vielmehr wurde sofort mit dem umfangreichen Besichtigungsprogramm los gelegt.
Zunaechst fuhren wir zum Konfuziustempel, der leider derzeit umfassend renoviert wird. Trotzdem konnte sich unsere Gruppe einen ersten Eindruck der langen Kultur des Reiches der Mitte machen. Dann ging es ueber die Strasse zum benachbarten Lamatempel. Dort wurden nicht nur die 60 Moenche die dort staendig leben bestaunt, sondern auch eine ganze Anzahl von Moenchen, die sich dort zur Pruefung eingefunden hatten. Ein wirklich interessantes und buntes Bild. Allerdings nahm die Aufnahmefaehigkeit der Gruppe zunehmend ab, so dass wir bald darauf zum Mittagessen fuhren. Gestaerkt ging es dann zum einchecken ins Hotel. Ein paar Unentwegte machten sich dann auf zu einem kleinen Lockerungslauf zu einem nahgelegenen Park.
Gegen 15:00 ginges dann fuer die Gruppe noch zum Himmelstempel und nach einem kurzen Stopp im Hotel zum Abendessen. Mittlerweile duerften alle am schlafen sein, da uns morgen wieder ein umfangreiches Programm erwartet.
Montag, 9. Oktober 2006 - 02:59 Uhr
Watch your Step!

Entgegen dem Wetterbericht, der fuer gestern nur leichten Nieselregen vorhergesagt hatte begann es gegen 1/2 8 Uhr in Stroemen zu regnen. Um sechs Uhr war ich schon Richtung Panjia Yuan (Teufelsmarkt) aufgebrochen und bekam daher diesen Wolkenbruch hautnah mit. Es regnete bis gegen 12:00. Danach blieb es kalt. Also bitte Regenjacke und Schirm nicht vergessen.
Eine Sache ist mir in den letzten tagen wieder aufgefallen. Der Zustand der Gehwege laesst nach wie vor zu wuenschen uebrig. So stolperte vorgestern ein alter Chinese vor unserem Haus ueber einen herausstehenden Pflasterstein. Mittags waere unser Sohn beinahe in einen ungesicherten Schacht, der sich mitten auf dem Gehweg befand gefallen und abends stolperte meine Frau ueber einen umgesaegten Pfosten, der auch quer ueber dem nicht beleuchteten Fussweg befand. Daher mein Tipp nicht nur fuer die Marathonlaeufer: Watch your step!
Ach ja, wie immer zum Schluss, das Wetter. Es ist merklich kuehler geworden. Heute betraegt die Hoechsttemeperatur angenehme 25 Grad, was die ersten chinesen dazu verlaesst, lange Unterhosen zu tragen. Fuer heute Abend sind 14 Grad angesagt.